02.Juni 2006

Bayerns Jagdpräsident zum Abschuss des Problembären

 

BJV ruft seine Jäger zurück

Bär JJ1 treibt sich weiter im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet herum und sorgt für starke Verwirrung. Das Bayerische Umweltministerium hat nun finnische Bärenexperten mit Hunden angefordert, um den Bären zu finden und zu stellen.

Der Landesjagdverband Bayern ruft daher seine Jäger zurück! Trotz der Aufrechterhaltung der Abschussaufforderung durch die Regierungen und das Umweltministerium können die bayerischen Jäger unter diesen Vorraussetzungen dieser Aufforderung nicht mehr gefahrlos nachkommen.

Wenn nun finnische Jäger bewaffnet mit Jagdhunden durch fremde Reviere streifen, widerspricht das unserem geltenden Reviersystem und lässt keine gefahrlose Verfolgung von Seiten der Revierinhaber mehr zu. Der zuständige Jäger weiß nicht, wer in seinem Revier mit welchen Hunden jagt!

Die Verfolgung des Bären, ob Abschuss oder Einfangen, liegt nun in den Händen des Ministeriums. „Wenn die bayerische Jägerschaft weiterhin an der Verfolgung dieses Bären teilnehmen soll, kann dies nur in enger Absprache mit den örtlichen Revierinhabern und ortskundigen Jägern geschehen und nicht über die Köpfe der Jäger hinweg“ so BJV Präsident Prof. Pocke. Wir kennen die rechtlichen Sondervorrausetzungen nicht, die für diese revierübergreifende Verfolgung geschaffen wurden. Diese Entscheidung allerdings ohne Rücksprache mit der Jägerschaft zu treffen ist, aus der Sicht des Landesjagdverbandes unverständlich.

 

Landesjagdverband Bayern e. V. (BJV)
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Pressemitteilung